So ich bin jetzt ganz offiziell fertig bei St. Clairs. Ich habe die letzten Wochen alles ein bisschen lockerer genommen. Gerade bei der Donnerstagsgruppe hatte ich seit Weihnachten 22 Schüler bei denen ich jeglichen Respekt verloren habe. Die Stunden haben nicht funktioniert und ich war immer total K.O. danach. Aber das hat mich nicht so frustriert und verunsicher wie die letzten Wochen vor Weihnachten. Ich habe mir jedes mal nur gedacht „ok, eine Woche weniger“ und habe es abgehakt. Am letzten Donnerstag hatte ich auch nur 11 Schüler und das hat dann sogar gut geklappt, aber 22 waren für mich einfach zu viele. In Deutschland werden mich Klassen mit 30 Schülern erwarten. Daran werde ich mich gewöhnen müssen. Montags hatte ich tatsächlich nur 9 oder weniger Schüler und da hats so gut geklappt, dass ich sogar die 2 schwierigen Schüler motivieren konnte. Ein bisschen Schade finde ich es schon jetzt aufzuhören. Ein paar wenige sind motiviert und ich würde ihnen gerne mehr beibringen, aber gerade in der Donnerstagsgruppe funktioniert es eigentlich gar nicht.
Ich nehme
jetzt auch die Arbeit an den anderen Schulen etwas lockerer und komme immer
besser zurecht. Nur meine 4. Klasse nimmt den Unterricht nicht ernst. Aber die
nehmen auch nichts ernst. Das 4. Jahr ist freiwillig und hier machen die
Schüler öfter mal verschiedene Projekte wie Erste-Hilfe-Kurse, Praktika und
demnächst machen sie 2. Wochen Zivildienst. Schon interessant, aber im
Unterricht wird nichts von ihnen erwartet und deshalb gucken sie in Deutsch nur
Filme und dösen weg. Die 3. Klasse ist oft besser. Aber auch mit dem 4. Jahr
läuft‘s denke ich etwas besser, von daher ist das schon ok.
Außerhalb
vom Unterricht war in Gonzaga die letzten 2 Wochen richtig viel los. Sie hatten
3 Rugby Spiele gegen andere Schulen. Alle haben sich grün angezogen und haben
vor dem Schulgebäude zusammen jubeln geübt. Die Spiele konnte ich wegen dem
Donnerstagsunterricht in St. Clairs nicht sehen. Aber vielleicht gibt es noch
ein Spiel nach dem Mid-Term.
Ansonsten haben das 5. Jahr ein sehr beeindruckendes Musical im Schultheater aufgeführt. Einfach nur super gespielt und gesungen!!! Einige sind echt künstlerisch begabt!! Echt super, ich war total begeistert!! Ich fand das sogar noch besser als das Theaterstück des 6. Jahres im Oktober, weil beim Musical nicht nur geschauspielert, sondern auch gesungen und getanzt wird!! Meine deutschgruppe war auch sehr stolz auf ihre Leistung als ich sie in der nächsten Stunde darauf angesprochen habe.
Ansonsten haben das 5. Jahr ein sehr beeindruckendes Musical im Schultheater aufgeführt. Einfach nur super gespielt und gesungen!!! Einige sind echt künstlerisch begabt!! Echt super, ich war total begeistert!! Ich fand das sogar noch besser als das Theaterstück des 6. Jahres im Oktober, weil beim Musical nicht nur geschauspielert, sondern auch gesungen und getanzt wird!! Meine deutschgruppe war auch sehr stolz auf ihre Leistung als ich sie in der nächsten Stunde darauf angesprochen habe.
Das letzte Highlight an den Schulen war natürlich Karneval/ Fastnacht!! Bei den Jungs habe ich es so gemacht, dass ich sie nicht vorgewarnt habe und mit meinem Kostüm in die Schule gekommen bin. Ich glaube ich habe alle Schüler, Kollegen und Mitarbeiter geschockt. Der Unterricht hat riesen Spaß gemacht und alle (inklusive Kollegen) wissen jetzt, dass es Fastnacht gibt :D. Alle kennen immer das Oktoberfest und Bayern in Deutschland aber kaum jemand wusste das es in Deutschland auch Karneval gibt. Dabei ist Fastnacht doch wierklich das Fest das mehr Spaß macht. Ich habe den Eindruck in Irland weiß man relativ wenig über Deutschland, außer Bayern, München, Berlin und Hamburg.
Bei den Mädels habe ich alle vorgewarnt das nächste Woche Karneval ist und alle gebeten sich für nächste Woche Kostüme anzuziehen. Die Mädels waren sehr interessiert am Fest und hatten viel Spaß am Unterricht. In Beaufort habe ich es sogar auf die Website geschafft.
An einem der
Wochenenden war ich dann im Museum für Archäologie. Das Archäologie Museum und
hatte ein paar interessante Ausstellungsstücke. Das Highlight im Museum sind 3
Torfleichen aus der Bronze Zeit, also ca. 2.000 vor Christus. Torf entstehen an
Moorböden und besteht aus organischem Materia (Pflanzen, Tiere) die vom Boden
nur teilweise verarbeitet werden können. Mooren entstehen, wenn Wasser nicht
durch den Boden durchsickern kann und so den Boden überschwemmt und versauert,
sodass nur noch Gräser auf diesem Boden wachsen können. Der versauerte Boden
kann dann menschliche Leichen nicht komplett zersetzten. Während Knochen
komplett zersetzt werden, werden Haut und Haare im Torf konserviert. Daher sind
diese 4.000 Jahre alten Leichen immer noch so gut erhalten. In Irland gibt es
wegen den vielen Regen und Wasserstauenden Böden viele Moor- und
Torflandschaften und daher besonders viele Torfleichen.
An einem
anderen Wochenende hatten wir wunderschöne 15°C und da habe ich beschlossen
eine Fahrradtour nach Newgrange zu machen. Ich habe den Weg total unterschätzt.
Es waren 40km hin und zurück und es gab sehr sehr sehr viele steile Hügel!! Ich
war müde als ich dort angekommen bin, aber total erschöpft als ich wieder zu
Hause angekommen bin. Ich bin leider auch zu spät losgefahren, weshalb ich die
letzten 2 Stunden auf dem Rückweg im Dunkeln fahren musste. Das war der nicht
so angenehme Teil der Tour. Aber insgesamt hat es viel Spaß gemacht und ich
möchte noch einmal eine ähnliche tour machen. Ich warte wieder bis es wärmer
ist und fahre früher los!!
Newgrange ist super faszinierend!! Es ist ein Hügelgrab das 3.000 v.Chr. gebaut wurde und damit älter ist als Stonehenge und die Pyramiden. Das beeindruckende ist, dass die großen Steine viele Kilometern von anderen Orten zum Hügel getragen werden mussten und die Konstruktion ist so gut durchdacht, dass die Räume im Grab absolut Wasserdicht sind und die Öffnung des Grabes so gebaut ist, dass nur an 13 Tagen im Jahr Sonnenstrahlen für ein paar Minuten in das Grab leuchten. Diese 13 Tage sind während der Wintersonnenwende um den 21. Dezember. Im Laufe der Jahrhunderte ist das Grab verfallen und auf dem Hügel hat sich Erde abgelagert und Bäume sind gewachsen. 1699 wurde das Grab dann zufällig bei Ausgrabungen entdeckt und erst 1962 hat dann ein Professor von der Universität Dublin das Grab systematisch ausgegraben und versucht es so detailgetreu wie möglich nachzubauen. So wie es heute da steht ist es also restauriert. Die weißen Quarzit Steine können nicht über 5.000 Jahre so stehen bleiben, aber der Professor denkt, dass es früher wohl so ausgesehen hat. In der Quarzit Wand gab es wohl früher noch die eiförmigen Granitsteine zur Dekoration. Die Großen Steine sind wie gesagt noch komplett im Original und wurden von weit her zum Grab getragen. In der ganzen Region und auch in Deutschland gibt es viele solcher Gräber. Aber die meisten sind recht klein und unauffällig. Bei so einem großen Grab muss jemand wichtiges dort begraben worden sein.
Newgrange ist super faszinierend!! Es ist ein Hügelgrab das 3.000 v.Chr. gebaut wurde und damit älter ist als Stonehenge und die Pyramiden. Das beeindruckende ist, dass die großen Steine viele Kilometern von anderen Orten zum Hügel getragen werden mussten und die Konstruktion ist so gut durchdacht, dass die Räume im Grab absolut Wasserdicht sind und die Öffnung des Grabes so gebaut ist, dass nur an 13 Tagen im Jahr Sonnenstrahlen für ein paar Minuten in das Grab leuchten. Diese 13 Tage sind während der Wintersonnenwende um den 21. Dezember. Im Laufe der Jahrhunderte ist das Grab verfallen und auf dem Hügel hat sich Erde abgelagert und Bäume sind gewachsen. 1699 wurde das Grab dann zufällig bei Ausgrabungen entdeckt und erst 1962 hat dann ein Professor von der Universität Dublin das Grab systematisch ausgegraben und versucht es so detailgetreu wie möglich nachzubauen. So wie es heute da steht ist es also restauriert. Die weißen Quarzit Steine können nicht über 5.000 Jahre so stehen bleiben, aber der Professor denkt, dass es früher wohl so ausgesehen hat. In der Quarzit Wand gab es wohl früher noch die eiförmigen Granitsteine zur Dekoration. Die Großen Steine sind wie gesagt noch komplett im Original und wurden von weit her zum Grab getragen. In der ganzen Region und auch in Deutschland gibt es viele solcher Gräber. Aber die meisten sind recht klein und unauffällig. Bei so einem großen Grab muss jemand wichtiges dort begraben worden sein.
So nächste
Woche geht’s dann mit dem Auto in den Norden!!! Da freue mich schon drauf!!












Geile Sache :P
AntwortenLöschenKommentar von Arthur
LöschenKommentiert von Dennis haha
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