Danach und am nächsten Tag ging es zum Burren Nationalpark. Der
Burren war sehr interessant, das Wetter war überragend und die Landschaft sehr
schön. Wir haben uns ein paar kleinere Sehenswürdigkeiten angeschaut und am
zweiten Tag eine schöne Wanderung gemacht.
Der Burrennationalpark ist eine sogenannte Karstlandschaft
und besteht überwiegend aus Kalksteinen. Der Kalkstein ist ca. 350 Millionen
Jahre alt und damals haben sich über den Kalkstein noch, durch Faltung,
Schiefer und andere Metamorphe Gesteine abgelagert. Aber während der letzten
Eiszeit haben Gletscher die Metamorphen Gesteine abgetragen, sowie jegliche
Erde über dem Kalk. Zurückgelassen hat der Gletscher Moränen/ Geröll
(abgerundete Steine), Drumlins (kleine längliche Hügel, deren Längsachse
entlang der Eisbewegung liegt), Seen die nur in Regenreichenperioden zu sehen
sind und Findlinge (größere Gesteinsbrocken). Der Kalkstein wurde dann zur
Karstifizierung zurückgelassen und so entstanden die Karren und einige Dolinen
die durch Lösungsverwitterung entstanden sind.
Kalksteine haben eine überwiegend Biogene Entstehung. Viele
entstehen aus Mikroorganismen, Korallen aber auch Teile aus Schnecken, Muscheln
und Schwämme. Wenn die Lebewesen sterben, bildet sich aus den Schalen
sogenannte Kalkschlämme. Durch die Diagenese (Verfestigung von Sedimenten),
wird dann aus den Kalkschlämmen Kalkstein.
Und am letzten Tag der Reise sind wir zurück nach Dublin
gefahren und sind mit dem Tour Bus um die Stadt gefahren. Der Busfahrer hat
eine interessante Tour gemacht und vieles erzählt was ich noch nicht wusste.
Aber dieser Bus sollte eigentlich ein eine Audiotour sein, also wir wollten die
Tour eigentlich auf Deutsch machen. Deshalb waren wir enttäuscht. Dublin war
voller Leute!!! Denn wir sind am 100. Jahrestag des Easter Rising angekommen. O’Connell
Street war gesperrt und es gab ein Konzert mit Reden und neben an ein kleineres
„Konzert“ von einem Dudelsackorchester.
Noch am selben Tag bekam ich für 1 Woche Besuch von Claire.
Es war eine sehr schöne, aber auch ein wenig anstrengende Woche. Ich habe auf
der Arbeit schnell und effizient gearbeitet und die Nachmittage dann mit Claire
in der Stadt verbracht. Wir haben den Bray-Greystones Weg gemacht, wir sind ins
Kino gegangen und haben uns sogar Hunderennen angeschaut. Sie hat sogar bei
einem Rennen gewonnen.
Am Wochenende haben wir dann den Wicklow Way gemacht. Eine 3
Tage Wanderung durch den Wicklow Nationalpark. Tag 1 +2 gingen jeweils ca. 22km
und Tag 3 nur 8km. Die Landschaft war zeitweise sehr schön, aber auch zum Teil
leicht enttäuschend. Insgesamt aber sehr schön! Gerade der zweite Tag war toll,
aber wir hatten auch leider Pech mit dem Wetter und waren am Ende total K.O.
Wir waren so erschöpft, dass wir am 3. Tag spät gestartet sind und langsam
gewandert sind. In Glendalough, dem Ziel des 3. Tages, haben wir uns auch nur
noch entspannt und sonst nichts. Es war meine erste Mehrtägige Wanderung und
ich würde auch noch die ein oder andere machen.
nochmal kurz zur Geologie: Vor 420. Millionen Jahren (Silur)
kam es zu Faltentektonik, welches metamorphe Berge zur Folge hatte. Danach stieg
Magma auf und erkaltete in den Bergen. Bei diesem Vorgang entsteht Granit.
Gletscher und anderer Kräfte erodierten schließlich die Metamorphen Gesteine.
Deshalb findet man im Wicklow Nationalpark so viel freigelegte Granitsteine.
Nächstes Wochenende kommt dann Arthur übers Wochenende zu
Besuch. Das wird bestimmt auch lustig!!
















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