Freitag, 20. Mai 2016

Besuch von der Familie und von Claire



Am Wochenende war ich dann mit der Familie bei den Cliffs of Moher und dem Burren Nationalpark. Die Cliffs of Moher sind auch beim zweiten Mal noch sehr beeindruckend und ich denke der Familie hat es sehr gut gefallen. Die Cliffs of Moher sind ca. 200m hohe Steilklippen und haben vor ca. 320 Mil. Jahren angefangen sich zu bilden. Damals lag die Region in den Tropen und war die Mündung eines Flussdeltas. Die Sedimente die sich dort abgelagert haben formen die Klippen.




 
Danach und am nächsten Tag ging es zum Burren Nationalpark. Der Burren war sehr interessant, das Wetter war überragend und die Landschaft sehr schön. Wir haben uns ein paar kleinere Sehenswürdigkeiten angeschaut und am zweiten Tag eine schöne Wanderung gemacht.
Der Burrennationalpark ist eine sogenannte Karstlandschaft und besteht überwiegend aus Kalksteinen. Der Kalkstein ist ca. 350 Millionen Jahre alt und damals haben sich über den Kalkstein noch, durch Faltung, Schiefer und andere Metamorphe Gesteine abgelagert. Aber während der letzten Eiszeit haben Gletscher die Metamorphen Gesteine abgetragen, sowie jegliche Erde über dem Kalk. Zurückgelassen hat der Gletscher Moränen/ Geröll (abgerundete Steine), Drumlins (kleine längliche Hügel, deren Längsachse entlang der Eisbewegung liegt), Seen die nur in Regenreichenperioden zu sehen sind und Findlinge (größere Gesteinsbrocken). Der Kalkstein wurde dann zur Karstifizierung zurückgelassen und so entstanden die Karren und einige Dolinen die durch Lösungsverwitterung entstanden sind.







Kalksteine haben eine überwiegend Biogene Entstehung. Viele entstehen aus Mikroorganismen, Korallen aber auch Teile aus Schnecken, Muscheln und Schwämme. Wenn die Lebewesen sterben, bildet sich aus den Schalen sogenannte Kalkschlämme. Durch die Diagenese (Verfestigung von Sedimenten), wird dann aus den Kalkschlämmen Kalkstein.
Und am letzten Tag der Reise sind wir zurück nach Dublin gefahren und sind mit dem Tour Bus um die Stadt gefahren. Der Busfahrer hat eine interessante Tour gemacht und vieles erzählt was ich noch nicht wusste. Aber dieser Bus sollte eigentlich ein eine Audiotour sein, also wir wollten die Tour eigentlich auf Deutsch machen. Deshalb waren wir enttäuscht. Dublin war voller Leute!!! Denn wir sind am 100. Jahrestag des Easter Rising angekommen. O’Connell Street war gesperrt und es gab ein Konzert mit Reden und neben an ein kleineres „Konzert“ von einem Dudelsackorchester.
Noch am selben Tag bekam ich für 1 Woche Besuch von Claire. Es war eine sehr schöne, aber auch ein wenig anstrengende Woche. Ich habe auf der Arbeit schnell und effizient gearbeitet und die Nachmittage dann mit Claire in der Stadt verbracht. Wir haben den Bray-Greystones Weg gemacht, wir sind ins Kino gegangen und haben uns sogar Hunderennen angeschaut. Sie hat sogar bei einem Rennen gewonnen.

Am Wochenende haben wir dann den Wicklow Way gemacht. Eine 3 Tage Wanderung durch den Wicklow Nationalpark. Tag 1 +2 gingen jeweils ca. 22km und Tag 3 nur 8km. Die Landschaft war zeitweise sehr schön, aber auch zum Teil leicht enttäuschend. Insgesamt aber sehr schön! Gerade der zweite Tag war toll, aber wir hatten auch leider Pech mit dem Wetter und waren am Ende total K.O. Wir waren so erschöpft, dass wir am 3. Tag spät gestartet sind und langsam gewandert sind. In Glendalough, dem Ziel des 3. Tages, haben wir uns auch nur noch entspannt und sonst nichts. Es war meine erste Mehrtägige Wanderung und ich würde auch noch die ein oder andere machen.






nochmal kurz zur Geologie: Vor 420. Millionen Jahren (Silur) kam es zu Faltentektonik, welches metamorphe Berge zur Folge hatte. Danach stieg Magma auf und erkaltete in den Bergen. Bei diesem Vorgang entsteht Granit. Gletscher und anderer Kräfte erodierten schließlich die Metamorphen Gesteine. Deshalb findet man im Wicklow Nationalpark so viel freigelegte Granitsteine.


Nächstes Wochenende kommt dann Arthur übers Wochenende zu Besuch. Das wird bestimmt auch lustig!!

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